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Wer will das bezahlen?

Wer will das bezahlen?

Display-Trends sind hypothetisch, technische Umsetzung wird von Ratio ausgebremst – eine Zeitreise

Wohin gehen die Display-Trends? Technisch verheißt die Antwort auf diese Frage zahlreiche wunderbare Möglichkeiten wie erweiterte Spezifikation und Funktionalität beziehungsweise weitere Spezialisierung. Hauptsächlich gehen Trends aber zu vielen neuen, möglichst gut vermarktbaren Features. Leider setzt sich besonders ein schon lange anhaltender Trend viel stärker durch: das Prinzip „80/20“. Vom Schuhhersteller bis zum Softwareentwickler gilt, mit 20 Prozent Aufwand kann 80 Prozent Funktionalität und Perfektion erreicht werden. Das soll dann auch bitte schön genügen! Denn: Für die letzten 20 Prozent Funktionalität müssen Entwickler und Hersteller noch zusätzlich weitere 80 Prozent Aufwand einsetzen. Mit anderen Worten, der vierfache Aufwand für vermeintlich nur ein Fünftel mehr Funktion. Diese hundert Prozent will am Ende keiner mehr bezahlen. Entwicklungstrends sind daher nur hypothetisch und zeigen, was tatsächlich technisch möglich wäre.

Genau das ist dann das Problem mit Prognosen, wohin Entwicklungen technisch gehen werden. Oder eher könnten. Technisch kann bereits schon jetzt viel erreicht werden. Zum Beispiel wird aus dem Touch zunehmend die Gestensteuerung. Die nächste Variante ist dann eine direkte optische Erkennung, bei der das Display den Anwender quasi ansieht. Das ermöglicht beispielsweise schriftliche Befehle auf einem Blatt Papier zu erkennen oder eine Visitenkarte, die vor das Display gehalten wird, direkt einzuscannen und die relevanten Daten direkt in die eigene Datenbank einzutragen. Diese Zukunftsmusik, die beispielsweise auf Messen vorgestellt wird, wird jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so einfach und auch nicht einfach so auf den Markt kommen. Vorzeigeprodukte aus der Entwicklung kann beziehungsweise will in Serie niemand „gerade mal so“ finanzieren. Hier beginnt dann eben jener 80/20-Entscheidungsprozess nach dem Motto „was kann ich jetzt von dem Schönen, Vollfunktionalen übernehmen, sodass es möglichst noch schön aussieht, aber nicht das Schöne kostet“ oder „dass es nach mehr aussieht als es tatsächlich kostet“.

 

Willkommen in der Realität

Eine einfache, provokative Rechnung liefert den Beweis: Ein Produkt besteht zum Beispiel aus 20 Komponenten. Jedes für sich erreicht nur eine 80-prozentige Funktionalität. Um folglich festzustellen, wie gut die Summe der Teile maximal sein kann, müssen diese 80 Prozent 20-fach multipliziert werden. Kurz 80 % x 80 % x 80 % (…) x 80 % in den Taschenrechner getippt zeigt dann aber das traurige, exponentiell geschrumpfte Ergebnis von knapp einem Prozent. Im Vergleich dazu: Bei 99-prozentiger Funktionalität und Qualität der Einzelkomponenten ist das Resultat rund 80 Prozent. Dieses Ergebnis zeigt, dass dabei statistisch nur circa ein beziehungsweise 80 Prozent, der aus diesen Komponenten hergestellten Produkten, wirklich perfekt wären. Tatsächlich würden Hersteller für den – zugegeben höheren – Zusatzaufwand vieles bekommen: Die reelle Einhaltung der promoteten Eigenschaften und die Einhaltung der gewünschten Spezifikation. Oder kurz gesagt: Ein Produkt, das als Serienprodukt wirklich kann, was es als Promotion-Muster verspricht. Inklusive aller positiven Nebeneffekte wie Kundenzufriedenheit und -treue sowie dem Ruf als Marktexperte und führendem Unternehmen.

Leider geht die erstgenannte Gleichung durch die Marketing-Brille dennoch auf. Längst geht es in Unternehmen nicht mehr darum, dass Techniker entscheiden. Bei Problemfällen nach dem Verkauf ist schließlich ein anderer Bereich als Marketing oder Einkauf zuständig. Das Marketing differenziert demnach auf der einen Seite, welche Spezifikationen, Features oder Extras ein Device haben muss, um sich gegen den Mitbewerb behaupten zu können. Gleichzeitig darf das Produkt immer weniger kosten. Zurück beim Rechenbeispiel heißt das, dass die prozentuelle Anzahl wirklich perfekter Produkte bei einem Serienprodukt immer kleiner wird. Das bedeutet in manchen Fällen brennende Akkus. In anderen, dass ein Produkt tatsächlich für eine ganz bestimmte Kondition hervorragend spezifiziert sein wird und wunderbar aussieht und funktioniert. Zum Beispiel: Wohnzimmer, 25 Grad, 55 Prozent Luftfeuchtigkeit, keine Vibrationen. Aber: Davon abgesehen ist die Nutzbarkeit der Devices zunehmend schlechter, je weiter weg die Bereiche von diesen spezifizierten Idealbedingungen sind. Zudem kommt gerade bei nicht so idealen Einsatzgebieten erschwerend hinzu, dass solche Produkte dann dort auch keine lange Lebensdauer mehr haben.

Wer ins Unrecht fällt, zahlt die Kosten

Mitschuld an dieser Entwicklung tragen die Produzenten selbst. Noch vor 15 Jahren wurde versucht, einzelne Produktionsschritte technisch möglichst zu beherrschen und so zu optimieren, dass die Funktionalität unter allen bekannten Bedingungen gewahrt bleibt. Das inkludierte auch Margen für Sicherheit. Die Entwicklung eines Displays war so ausgelegt, dass dessen Auflösung, Temperatur oder Größe für eine bestimmte Spezifikation respektive ein bestimmtes Einsatzgebiet perfekt ausgelegt war. So konnte es für alle Anwendungsgebiete innerhalb dieser Spezifikation genutzt werden. Da jedoch die Prozesse immer besser verstanden wurden, wurden die (Sicherheits-)Margen immer kleiner. Damit wurden Aufwand, Dauer und Materialien für das Prozessieren immer weniger, um auf den stetig wachsenden Kostendruck reagieren zu können. Schließlich wurden viele Produktvarianten ersatzlos gestrichen. Leider damit auch die Möglichkeit, Devices in unterschiedlichen Bedingungen sinnvoll angepasst zu betreiben. Nachdem auch das nicht mehr ausgereicht hat, gingen Marketing und Produktentwicklung dazu über, eine Anzahl möglichst gut vermarktbarer und möglichst günstig umsetzbarer Features zu ergänzen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Für neue Features steht jedoch oft nicht mehr die gewohnte Expertise der Technologie-Entwicklung zur Verfügung, da viele präventive Kosten häufig „de-investiert“ wurden. Gleichzeitig waren die erzielbaren Preise bereits zu gering, um doch wieder in Produktsicherheit zu investieren. Und so schließt sich der Kreis: Alle neuen Features sind auch mindestens eine neue Potenz in der Gleichung, mit einer neuen eigenständigen Qualitätssituation. Durch mehr Features, kann das Display mehr, ist qualitäts-, stabilitäts- beziehungsweise präzisionsmäßig als Serienprodukt jedoch häufig deutlich schlechter respektive instabiler. Devices können heute nur noch den einen schmalen Bereich erfüllen, für den sie wirklich spezifiziert wurden. Dass beispielsweise Temperaturunterschiede bereits den Ausfall eines Gerätes verursachen, das an einer Bushaltestelle anstatt in einem Einkaufsladen eingesetzt wird, interessiert nicht. Egal wie verheißend die wunderbaren, modernen Eigenschaften – im ersten Moment – auch sind.

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